Chiffriermaschine vom Typ „Enigma“

Die Geschichte der Kryptografie, wörtlich übersetzt „versteckte Schrift“, geht bis in die Antike zurück. Im 5. Jahrhundert vor Christus fasst Aineias Taktikos die Methoden der Schriftverschlüsselung im 31. Kapitel seiner Poliorketik (Belagerungskunst) zusammen. Im Laufe der Jahrhunderte werden die Techniken immer ausgefeilter, ehe die Kryptografie im Ersten Weltkrieg einen ersten Höhepunkt erreicht. Am Vorabend dieses Konflikts entwickelt und verkauft der deutsche Ingenieur Scherbius eine Chiffriermaschine namens „Enigma“, ehe diese von der deutschen Armee in Dienst genommen wird.

Enigma ist eine tragbare elektromechanische Maschine, die zur Verschlüsselung und Entschlüsselung von Mitteilungen Rotoren benutzt (3 für das Heer und 4 für die Marine). Während des Zweiten Weltkriegs führen der britische Mathematiker Turing und seine Mitarbeiter die Arbeit der Polen Rejewski, Różycki und Zygalski fort, die es mithilfe einer "Rejewski-Bombe" genannten elektromechanischen Maschine geschafft hatten, von Enigma übermittelte Nachrichten zu entschlüsseln.

Die Männer vom Bletchley Park, dem Hauptquartier der britischen Dechiffrier-Abteilung (Codename "Ultra") interessieren sich wegen der hohen Schiffsverluste im Atlantik vor allem für die Marine-Version von Enigma. Als die Royal Navy am 9. Mai 1941 das deutsche U-Boot U-110 aufbringt und dabei in den Besitz einer Enigma-Maschine samt ihrer Codes gelangt, sind die Alliierten in der Lage, ihre Transatlantik-Konvois um die Patrouillenzonen der deutschen U-Boote herumzulenken. Trotz der Einführung einer Enigma mit 4 Rotoren im Jahr 1942, die für kurze Zeit die Mitteilungen zwischen den U-Booten unentschlüsselbar macht, gelingt es den Dechiffrier-Spezialisten schließlich, auch diese Mitteilungen zu entschlüsseln.

Technische Daten

Datierung:

Urheber: Chiffriermaschinen Gesellschaft Heimsoeth und Rinke (Berlin)

Materialien:

Techniken:

Herstellungsort: Deutschland

Höhe:
0,15

Breite:
0,25

Gewicht:

Inventarnummer:

Objektgeschichte: Dépôt de l’Inspection des transmissions (1999)