Besondere Ausstellungsräume



Diese neuen Bereiche bestehen aus zwei Ausstellungsräumen, von denen der erste die Sondersammlungen alter Figürchen (Serien von kleinen Soldaten aus Papier, Blei und Zinn) und Miniaturmodelle von Artilleriestücken präsentiert, während der zweite der Geschichte alter Musikinstrumente gewidmet ist.

Ausstellungsräume der Artilleriemodelle und Figürchen

Historische Figürchen

Historische Figürchen

Fast 5 000 historische Figürchen aller Arten stehen für die Vielfalt der Sammlung des Armeemuseums, die insgesamt etwa 140 000 von ihnen umfasst.

Dieser Ausstellungsraum zeigt die vier großen Kategorien von Figürchen, die größtenteils in Paradenform aufgestellt sind. Zunächst die Pappfigürchen, die ab Beginn des XVIII. Jahrhunderts von und für Erwachsene aus festem Karton hergestellt wurden, dann die Figürchen aus sogenannten „Zinnplatten“, die in der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts hergestellt wurden sowie die Bleifigürchen, die ursprünglich kindliche Spielzeuge waren und in unserer kollektiven Vorstellung immer noch „den kleinen Soldaten“ verkörpern. Außerdem finden sich hier Plastiksoldaten, die wegen ihrer Stabilität und ihrem niedrigeren Preis im XX. Jahrhundert weit verbreitet waren.

Artilleriemodelle

Artilleriemodelle

Die Sammlung der Miniaturmodelle von Artilleriestücken ist mit etwa tausend Stücken eine der größten der Welt. Im Ausstellungsraum finden sich zunächst königliche und prinzliche Stücke, dann folgen Modelle mit privaten Wappen, die meist Ehrengeschenke darstellen. Es finden sich auch Modelle von nie ausgeführten Waffenprojekten, die erarbeitet worden waren, um bestimmte technische Details von Artilleriestücken zu verbessern. Manche Modelle bilden sogar die einzigen Zeugen von heute verschwundenen Artilleriestücken.

Außerdem bieten detailgetreue Miniaturmodelle einen Eindruck über die Ausrüstung der französischen Artillerie im XVIII. und XIX. Jahrhundert. Eine ganze Vitrine präsentiert das nach seinem Entwickler benannte Gribeauval-System, das das erste von der französischen Armee übernommene Artilleriesystem war und grundlegend zu den Siegen der Revolution und des Kaiserreichs beigetragen hat.

Ausstellungsraum der Musikinstrumente

Ausstellungsraum der Musikinstrumente

Der zweite Ausstellungsraum zeigt eine vielfältige Auswahl besonders charakteristischer militärischer Musikinstrumente, die sehr repräsentativ für den Instrumentenbestand des Armeemuseums sind. Die meisten von ihnen sind Blas- und Schlaginstrumente, die häufig in der militärischen Musikausbildung genutzt werden.
Die gezeigte Auswahl zeichnet die Entwicklung der Militärmusik von der Revolution bis zum Zweiten Kaiserreich auf historische und gleichzeitig musikalische Art nach. Prächtige Uniformen und Gemälde stellen die Instrumente dieser Sammlung in den Kontext ihrer Nutzung.
Auch die großen Reformen der Militärmusik sind ausgestellt, zum Beispiel das Sax-System (von dem belgischen Instrumentenbauer Adolphe Sax), das ab 1845 zum Ersatz von Serpent und Ophikleide in die Militärmusik eingeführt wurde. Ab 1853 wurde es endgültig übernommen.
Der Bereich für die Militärmusik wurde zusammen mit dem Musikmuseum (Pariser Philharmonie) eingerichtet, das an seiner wissenschaftlichen Konzeption beteiligt war und 30 Instrumente aus den eigenen Sammlungen bereitgestellt hat.

Die Bereiche wurden mit Unterstützung der CIC-Bank angelegt, ein großer Partner des Armeemuseums.